EINE VERÄNDERUNGSWELLE ENTFACHEN

Unsere Mitarbeitenden spielen eine entscheidende Rolle bei der Verfolgung unserer Nachhaltigkeitsziele. Die Geschichte von Carol Herring, Global Packaging Program Manager an unserem Standort in Victor, New York, veranschaulicht auf eindrucksvolle Weise, wie eine einzelne Person einen bedeutenden Einfluss auf unsere Bemühungen haben kann, Abfall und überflüssige Verpackungen zu vermeiden. Ihr Engagement trägt maßgeblich dazu bei, unsere Umweltauswirkungen zu minimieren. 1        

AUF PLASTIKSUCHE 

Carol, eine der Hauptverantwortlichen, die unsere Initiative zur Plastikneutralität ins Leben gerufen hat, spielte dabei eine wichtige Rolle. Mit dem Ziel, einen Teil des Kunststoff-Fußabdrucks von CooperVision zu kompensieren, mussten wir zunächst herausfinden, wie viel Kunststoff wir in die Welt einbringen.1 Genau hier kam Material- und Verpackungsexpertin Carol ins Spiel. Mit einem Bachelor-Abschluss in Verpackungswissenschaften gab es keine bessere Person für diese Arbeit.

Gemäß Carols Aussage bestand ihre Aufgabe darin, sämtlichen Kunststoff ausfindig zu machen, der sich sowohl in den Verpackungen als auch im Endprodukt befindet. Diese Aufgabe erwies sich als gewaltige Herausforderung, insbesondere vor dem Hintergrund der Vielfalt unserer Produktpalette und der unterschiedlichen Verpackungsgrößen. „Wir haben daher mit kleinen Schritten begonnen“, erklärt Carol. Ihr erster Schritt war die Untersuchung eines einzelnen Produkts – der clariti® 1 day Einmalkontaktlinse. Dabei durchleuchtete sie sämtliche Bereiche, in denen sich Kunststoff verstecken konnte, einschließlich der verschiedenen Verpackungsgrößen, und ermittelte das Gewicht.

„Die Verpackung besteht aus vielen Komponenten. Dazu zählen Blister, Folien und Umverpackungen. Zudem gibt es verschiedene Verpackungsgrößen, wie beispielsweise 30er- und 90er-Boxen“, sagt Carol. „Eine 30er-Box enthält 30 Blister, die alle aus Kunststoff sind. Sie haben ein ‚bestimmtes’ Gewicht.“ Laut Carol war „das, der einfache Teil.“ Erst danach begann sie, die komplexeren Berechnungen in Angriff zu nehmen. „Unsere Umverpackungen und Etiketten bestehen zum Teil aus Mischmaterialien. Herauszufinden, wie viel Kunststoff genau in diesen Komponenten steckt, erforderte eine etwas tiefere Analyse. Hinzu kommen dann noch die Klebstoffe, Druckfarben und Beschichtungen, was noch komplizierter war.“      

"Indem wir einen umfassenden Ansatz verfolgten, um die Präsenz von Kunststoffen in all unseren Produkten und Verpackungen zu ermitteln, waren wir bewusst vorsichtig", erklärt Carol. "Menschen neigen dazu, beispielsweise die Tinte zu übersehen, einfach weil sie einen so geringen Anteil am Gesamtgewicht ausmacht." Doch Carol ließ nichts unberücksichtigt. Sie gewährleistete, dass jede noch so kleine Form von Kunststoff in unseren Produkten und Verpackungen erfasst wurde, ganz gleich, wie klein – angefangen bei der Deckelfolie aus Polypropylen-Laminat bis hin zu Klebstoffen, Druckfarben, Beschichtungen und Harzresten in der Verpackung. Denn jedes Stück Kunststoff ist relevant, wenn wir ein umfassendes Verständnis darüber erlangen wollen, wie viel Kunststoff wir in die Welt bringen.

GEMEINSAME ANSTRENGUNGEN 

"Zu Beginn arbeitete ich allein an diesem Projekt, doch innerhalb von sechs Monaten kamen weitere Teammitglieder hinzu", erklärt Carol. "Bei Bedarf kooperierte ich eng mit unseren Lieferanten und Fabriken. Zum Beispiel gab es Unterschiede zwischen dem Klebstoff, den der Lieferant für die Verpackung verwendete, und dem Klebstoff, den wir in unserem eigenen Prozess einsetzten." Es war wichtig, alles sorgfältig zu messen. Im Verlauf des Projekts erhielt Carol Unterstützung von Studenten der Verpackungstechnik, die bei der Erfassung und Dokumentation des Kunststoffgewichts in Produkten und Verpackungen halfen.

Auch nachdem die Menge an Kunststoff in der clariti® 1 day bestimmt war, war Carols Arbeit noch lange nicht abgeschlossen. Sie wandte ihre Methoden und Ansätze an, um den Kunststoffgehalt im gesamten Produktportfolio von CooperVision zu ermitteln. Dabei wurde die Messinitiative auf andere Produkte und Verpackungsformate ausgedehnt. Was ursprünglich als Projekt auf Carols Schreibtisch begann, hat sich inzwischen zu einem Nachhaltigkeitsteam entwickelt, das an den Verpackungs- und Vertriebsstandorten von CooperVision aktiv ist. Hier engagieren sich Mitstreiterinnen und Mitstreiter mit einer gemeinsamen Leidenschaft für Nachhaltigkeit.

DIE PLASTIKNEUTRALITÄTSINITIATIVE ZUM LEBEN ERWECKEN

Durch Carols Arbeit wurden ausreichend Daten gesammelt, um ein umfassendes Bild der Kunststoffe in unseren Produkten und Verpackungen zu erhalten. Ihre Berechnungen bildeten die Grundlage für die Partnerschaft zwischen CooperVision und Plastic Bank. CooperVision finanziert dabei die Sammlung und das Recycling von Kunststoffen, bevor diese in die Meere gelangen. Die finanzielle Unterstützung entspricht dem Gewicht an Plastik, das in unseren Einmalkontaktlinsen, Blistern und Umverpackungen verwendet wird und die in 27 Ländern in Nord- und Südamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum verkauft und vertrieben werden.*1 Seit Beginn der Partnerschaft mit Plastic Bank wurden Hunderte Millionen von Plastikflaschen davon abgehalten, in die Ozeane zu gelangen.†2 Sowohl Fachkräfte der Augenoptik als auch Kontaktlinsentragende können einen Beitrag zu unserer Nachhaltigkeitsreise leisten, indem sie plastikneutrale Kontaktlinsen anpassen oder tragen.

„Wir fühlen uns privilegiert, mit Plastic Bank zusammenzuarbeiten“, sagt Carol. Sie ist stolz darauf, ihren Beitrag zur Umsetzung der Plastikneutralitätsinitiative und deren positiven Auswirkungen auf den Planeten sowie auf betroffene Menschen und Gemeinschaften zu leisten, in denen Plastikverschmutzung und Armut bedauerlicherweise stark verbreitet sind.3 „Was ich an meinem Schreibtisch begonnen habe, ist Teil eines Systems geworden, das Menschen in anderen Teilen der Welt unterstützt. Es ist ermutigend zu wissen, dass diese Gemeinden die Möglichkeit haben, ein Einkommen zu erzielen, mit der Hoffnung, dass sie dadurch ihre Lebensumstände und die ihrer Familien verbessern können, während sie gleichzeitig dazu beitragen, unseren Planeten zu schützen.“  

NACHHALTIGKEIT IST EINE REISE, KEIN ZIEL

Rückblickend sagt Carol, dass sie sich nicht im Geringsten bewusst war, wie weitreichend die Auswirkungen dieses Projekts sein würden. Es ging nicht nur um die Kooperation zwischen CooperVision und Plastic Bank, sondern es hat auch ihr eigenes Leben maßgeblich beeinflusst. „Ich musste darüber nachdenken, wie viel Plastik CooperVision in die Welt bringt, und das hat mich dazu gebracht, auch meine eigenen Konsumgewohnheiten zu überdenken“, erklärt sie. „Ich betrachte nun die Verpackung der Lebensmittel genauer, denke darüber nach, wie ich die Verschwendung von Nahrungsmitteln reduzieren kann, beispielsweise durch Kompostierung, und bin zu Hause viel bewusster beim Recycling.“ Durch ihre täglichen Gespräche über Nachhaltigkeit bei der Arbeit wird dieses Thema auch in anderen Bereichen ihres Lebens immer wichtiger. „Ich überlege jetzt, was ich persönlich tun kann, um meinen CO2-Fußabdruck zu verringern.“  

Mit diesem gestiegenen Bewusstsein hat Carol auch vermehrt darüber nachgedacht, wie sich die wachsende Zahl von Kunden und Kundinnen sowie Kontaktlinsentragenden für umweltbewusste Verpackungen und deren bestmögliche Entsorgung einsetzt und welche Auswirkungen dies auf die Nachhaltigkeitsstrategie von CooperVision hat. „Im Bereich der Verpackung wird Nachhaltigkeit in Bezug auf Design und Materialwahl immer wichtiger sein“, erläutert Carol. Sie ist überzeugt davon, dass es die Verantwortung von CooperVision ist, Wege zu finden, um Verpackungen nachhaltiger zu gestalten. „Kunststoffe sind ein wesentlicher Bestandteil bei der Herstellung von Qualitätsprodukten; die Frage ist nur, wie wir sie im besten Interesse der Menschen nutzen und ausgleichen können.“  

Zusammen mit dem Team für Nachhaltigkeit sucht Carol nach Antworten auf diese und ähnliche Fragen, um das Thema der Verpackung voranzutreiben. „An unseren verschiedenen Standorten weltweit gibt es großartige Projekte“, bemerkt Carol. Dank ihr und zahlreicher anderer Mitarbeitenden von CooperVision, die unsere Leidenschaft für Nachhaltigkeit teilen, können wir unsere Reise in Richtung Nachhaltigkeit vorantreiben. Kein Projekt ist für uns zu unbedeutend, denn gemeinsam erzielen wir große Wirkung, indem wir unsere Produkte und Verpackungen sorgfältig gestalten, um Ressourcen effizient zu nutzen und unseren CO2-Fußabdruck zu verringern. §|4 

Erfahren Sie hier mehr über unsere Plastikneutralitätsinitiative. .

Eine bessere Zukunft startet mit uns allen - heute. 
 

* Plastic used in participating CooperVision soft contact lens products is determined by the weight of plastic in the blister, the lens, and the secondary package, including laminates, adhesives, and auxiliary inputs (e.g. ink). The determination does not include plastic used during the manufacturing process
for both these products and their packaging.
† CooperVision, through its collaboration with Plastic Bank, has collected and converted approximately 5.3M kg of plastic destined for waterways as of January 2024. Using Plastic Bank's metric of 1kg of plastic equaling 50 standard 202mm bottles, that will be the equivalent of approximately 263.7M plastic bottles not reaching our oceans.
‡ Refers to continuous manufacturing improvement processes undertaken by CooperVision to increase efficiency.
§ Carbon footprint is limited to Scope 1 and 2 emissions, defined as: Scope 1 emissions are direct emissions from owned or controlled sources. Scope 2 emissions are indirect emissions from the generation of purchased energy.
| CooperVision's 2022 Environmental, Social, and Governance Report.
 

References::
1. CVI data on file, 2024.
2. CVI data on file as of 1/2024.
3. Plastic Bank. https://plasticbank.com/what-is-plastic-bank-all-about-and-how-can-i-get-involved/. Accessed Jan 25th 2024.
4. CVI data on file, 2023.