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Alles startklar schon von der Führerscheinprüfung an.

Rechts vor links, Schulterblick und Rückspiegel, Spurwechsel, Reflexionen auf regennasser Fahrbahn, unübersichtliche Streckenverläufe: Autofahren ist eine enorme Herausforderung besonders für unsere Augen. Sie sind hauptverantwortlich dafür, dass wir unfallfrei ans Ziel kommen. Um genau zu sein, werden 90 % aller Eindrücke und Informationen im Straßenverkehr über unsere Augen aufgenommen.* Nur, wenn wir die Verkehrssituation schnell und richtig erfassen, Geschwindigkeiten korrekt einschätzen, Verkehrsteilnehmende rechtzeitig sehen und Hinweise problemlos lesen können, können wir sicher und schnell reagieren. Umso wichtiger ist es, dass wir auf die Gesundheit unserer Augen achten und bereits vorhandene Sehfehler unbedingt korrigieren.

Daher ist ein Sehtest zur Erlangung des Führerscheins auch gesetzlich vorgeschrieben. Eine große Hürde ist dieser Sehtest aber keineswegs und wesentlich einfacher zu absolvieren als die ersten Kilometer auf stark befahrener Autobahn. Er kann ganz unproblematisch in einem augenoptischen Fachgeschäft oder einer Augenarztpraxis erfolgen. Hier wird geprüft, ob deine Augen die vorgeschriebene Mindestanforderung an das Sehvermögen erfüllen. Aktuell ist das eine Sehschärfe von 0,7 (Visus-Wert). Dabei ist es unerheblich, ob dieser Wert ohne oder mit Sehhilfe erreicht wird. Wird bei dem Test eine Sehschwäche erstmals festgestellt oder eine vorhandene bestätigt, darfst du natürlich trotzdem Auto fahren, Voraussetzung dafür ist aber das Tragen von Kontaktlinsen oder einer Brille, wenn du am Steuer sitzt. Das Erfordernis einer Sehhilfe wird unter der Codierung 01 im Führerschein eingetragen und ist verbindlich, andernfalls droht bei Kontrolle ein Bußgeld. In Ausnahmefällen wird dem ärztlichen Gutachten folgend auch ausdrücklich die Art der erforderlichen Sehhilfe festgelegt und verbindlich eingetragen (Code 01.01 Brille / Code 01.02 Kontaktlinsen).   

Benötigst du zum Autofahren eine Sehhilfe, sollte diese natürlich in erster Linie zuverlässig sein und scharfes, klares Sehen ermöglichen, dazu praktisch, bequem und so beschaffen, dass sie dir möglichst viel Blickfreiheit garantiert. Hierfür sind Kontaktlinsen genau die richtige und auch komfortable Option. Kontaktlinsen bieten den unschlagbaren Vorteil, dass sie deine Sicht auch bei schnellem Blickwechsel nicht einschränken, da sie sich mit deinen Augen mitbewegen und keine störende Brillenfassung das Sichtfeld beim Schulterblick einschränken kann. Kontaktlinsen können nicht verrutschen, und sie beschlagen auch nicht, was beispielsweise im Winter oder bei feuchterer Witterung beim Einsteigen ins Auto ein Problem für Brillenträger sein kann. Und letztendlich läufst du mit Kontaktlinsen auch keine Gefahr, sie zu verlegen oder irgendwo zu vergessen. Kontaktlinsen sind immer da, wo du sie gerade benötigst: auf deinen Augen, auch bei einer Vollbremsung.

Kontaktlinsen gibt es heute für so gut wie jede erforderliche Sehkorrektion – für Weitsichtige, Kurzsichtige, Autofahrer und Autofahrerinnen mit Hornhautverkrümmung und auch mit Alterssichtigkeit, die sich allerdings erst im fortgeschrittenen Alter ab 40 Jahren entwickelt. Entscheidest du dich für Tageslinsen, entfällt für dich jeglicher Pflegeaufwand. Denn Einmalkontaktlinsen werden am Abend einfach entsorgt und am nächsten Tag durch ein hygienisch frisches, neues Paar ersetzt. Heute sind es vorrangig Tageslinsen aus Silikonhydrogel-Material, die den Markt erobert haben. Das hat auch seinen Grund: Das innovative Material ist besonders sauerstoffdurchlässig und lässt die Augen sozusagen atmen. Das Resultat: strahlend weiße gesunde Augen, auch bei längerer Tragedauer. Denn natürlich sorgen deine Kontaktlinsen auch nach Ankunft am Ziel für bestes, komfortables Sehen bei deinen weiteren Aktivitäten.

Vieles spricht also dafür, bereits deine erste Fahrt mit Kontaktlinsen anzutreten: scharfe, uneingeschränkte Sicht und Übersicht bei hervorragender Bewegungsfreiheit, praktisches Handling und Zuverlässigkeit auf jedem Kilometer. Wertvolle Vorteile, mit denen du sicher und auch entspannt durch den Verkehr kommst.

Aber was ist mit der trockenen Luft im Auto? Klimaanlage, Heizung, Gebläse machen den Aufenthalt im Fahrzeug zwar angenehmer, verursachen aber trockene Luft. Diese wirkt sich auch auf die Trockenheit der Augen aus, die bereits durch das konzentrierte Sehen und das damit verbundene reduzierte Blinzeln strapaziert sind. Die gute Nachricht: Kontaktlinsenmaterialen mit modernen Technologien, wie z.B. der Aquaform® Technology von CooperVision, sind natürlich benetzend und sorgen so für eine langanhaltend gut befeuchtete Kontaktlinsenoberfläche. Und falls du doch einmal ein Gefühl von Trockenheit verspürst, egal ob mit oder ohne Kontaktlinsen, dann können dir Nachbenetzungstropfen schnell und unkompliziert helfen, die Augen zu erfrischen.

Überzeugt? Dann mache dich noch heute auf zu deinem Kontaktlinsenspezialisten oder deiner Kontaktlinsenspezialistin für einen Sehtest und eine eingehende Kontaktlinsenberatung rund um das Thema Autofahren. Unter www.coopervision.de findest du Informationen über unsere Kontaktlinsenfamilien und viele wertvolle Ratschläge für gutes Sehen bei allen Aktivitäten.  

Hier noch ein paar Kontaktlinsen-Tipps für beste Sicht und Sicherheit, die wir dir mit auf den Weg geben möchten:
 

  • Die geeignete Wahl des Kontaktlinsenmaterials und/oder Pflegemittels (bei Monatskontaktlinsen) und/oder Nachbenetzungstropfen beugt trockenen Augen vor oder wirkt ihnen entgegen. Die empfohlene Tragedauer der Kontaktlinsen sollte nicht überschritten werden. Richte das Gebläse im Auto nie direkt auf das Gesicht.
     
  • An Bord gehören eine Ersatzbrille, ein Paar Ersatzkontaktlinsen und, falls du Kontaktlinsen für wiederholte Anwendung trägst, auch ein Pflegemittel.
     
  • Um Seheinschränkungen durch Verunreinigungen beim Autofahren vorzubeugen, solltest du dich bei der Reinigung deiner Monatskontaktlinsen nach den Empfehlungen deines Kontaktlinsenspezialisten oder deiner Kontaktlinsenspezialistin richten. Störende Ablagerungen kannst du ganz einfach durch das tägliche Abreiben und Abspülen der Kontaktlinsen minimieren.
     
  • Farb- und Motivlinsen eignen sich nicht zum Autofahren. Sie können das Gesichtsfeld einschränken und die Kontrastempfindlichkeit beim Sehen verringern. Gefahren im Straßenverkehr werden zu spät oder gar nicht erkannt.
     
  • Polizeikontrolle? Die im Feld 12 des Führerscheins eingetragene Sehhilfe (Zahlencode 01.01 für Brille, Zahlencode 01.02 für Kontaktlinsen) muss beim Fahren auch getragen werden. Andernfalls kann ein Bußgeld verhängt werden. Ist nur eine Brille eingetragen, sollten Kontaktlinsenträger oder Kontaktlinsenträgerinnen den Code ändern oder ergänzen lassen. Vorsorglich zum Nachweis den Kontaktlinsenpass bei sich tragen.
     
  • Kontaktlinsen sind grundsätzlich auch für Nachtfahrten geeignet. Manche bi- und multifokalen Kontaktlinsen können allerdings beim Autofahren in der Dunkelheit die subjektive Wahrnehmung durch störende Lichteffekte beeinträchtigen. Frage daher deinen Kontaktlinsenspezialisten oder deine Kontaktlinsenspezialistin, ob das auch bei deinen Kontaktlinsen der Fall ist.
     
  • Träger und Trägerinnen von Orthokeratologie-Linsen müssen eine Bescheinigung mitführen, die nachweist, dass sie nach der Kontaktlinsen-Anpassung erneut einen Sehtest absolviert haben. Orthokeratologie-Linsen korrigieren einige Sehfehler über Nacht. Tagsüber sehen die Anwender und Anwenderinnen scharf, ganz ohne Kontaktlinsen oder Brille. Wer Ortho-K-Linsen trägt und Auto fährt, muss berücksichtigen, dass die eigene Sehkraft am Ende des Tages unbemerkt wieder nachlässt. Es kann deshalb manchmal notwendig sein abends oder nachts zusätzlich eine Brille zu tragen.
     
  • Viele Autofahrer und Autofahrerinnen schätzen ihre Sehleistung nicht richtig ein. Nur ein regelmäßiger Sehtest und eine regelmäßige Kontaktlinsennachbetreuung bei einem Kontaktlinsenspezialisten oder einer Kontaktlinsenspezialistin bringen Sicherheit, für sich selbst und für die Teilnahme am Straßenverkehr.


    Der Text dieses Blogbeitrags ist weder als medizinischer Rat gedacht noch ersetzt er die Empfehlungen von Experten. Wende Dich bei spezifischen Fragen an augenärztliches Fachpersonal.

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*Quelle: Sehen & Verkehr – OPTIKSCHWEIZ der Fachverband für Augenoptik und Optometrie (urlisolation.com)

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